…ist definitiv “Sumimasen” (ein höfliches “Ich bitte um Entschuldigung” auf japanisch). Denn egal, was ich mache, oder nicht mache, sage, oder nicht sage, weine, oder nicht weine, alles wird von meiner Umgebung mit einer Härte und Unnachgiebigkeit quittiert, daß mir, um die prekäre Lage nicht noch mehr zu verschärfen, nichts anderes übrig bleibt, als mich ständig und für alles zu entschuldigen. Wenn es so weitergeht, werde ich nur noch für die Arbeit leben, weil ich mir (vielleicht) dort wenigstens etwas Stolz bewahren kann. Hier, wo ich einst zuhause war, darf ich keinen mehr haben. Alles, was ich darf, ist, mich schlecht behandeln zu lassen und mich zu entschuldigen.
Wenn ich daran denke, daß ich vor wenigen Wochen und Monaten noch entspannt und glücklich verheiratet war… nichts hält ewig, es stimmt schon, alles fließt, alles vergeht…
Ich bin natürlich nicht so dumm, dem Baby die Schuld daran zu geben. Das Baby kann nichts dafür. Auch Guradono ist nicht schuld daran, sie hat immer davon geträumt, eine Mutter zu sein und ich wußte das auch, jetzt darf ich ihr keinen Vorwurf machen, wenn sie in der Mutterrolle aufgeht und mich für nichts als ein dummes Anhängsel hält, daß einfach nicht fähig ist, ihren hohen Erwartungen zu entsprechen…
Vielmehr bin wohl ich daran schuld, weil ich, von Guradono und eigenen dummen Flausen gedrängt, viel zu früh in dieses Abenteuer “Eltern zu werden” eingewilligt habe. Und jetzt sitze ich da, traue mich kaum, irgendetwas zu machen, denn alles ist falsch, alles wird übel aufgenommen. Wo ich früher eine gute Ehe mit einer guten Frau habe, habe ich jetzt ein einziges Dahinvegetieren mit einer zunehmend ungeduldigen Mutter…
Sumimasen, sumimasen, sumimasen….
Ansonsten gibt es nicht viel Neues. Ich bin zuhause, da ich diese und die nächste Woche offiziell bei den Bayerischen Medien frei habe. Aber was heißt das schon: “frei haben”? Wie es aussieht, bin ich mitten in die Midlife-Crisis gekommen…







