Dienstag, 1. April, 2008...2:50 Uhr nachmittags

Die Angst des Dokumentars vor dem Ladebalken…

Jump to Comments

Heute im Büchertempel eine wichtige, nichtsdestotrotz aber langweilige Aufgabe gehabt: Dateien auf eine Wechselfestplatte kopieren. Und, bitte, nicht ein paar Dateien sonden 150 oder so GB. Ist eine tolle Aufgabe, sie blockiert den Computer für Stunden und man kann nichts machen, als dasitzen, nicht auffallen und auf den grünen Balken starren… andererseits, so leicht verdient man woanders wahrscheinlich nicht sein Geld…

Während dieser Wartezeit habe ich alles versucht. Sogar an einer meiner Geschichten habe ich weitergeschrieben (Word funktionierte noch, wenn auch nicht gerade mit atemberaubender Geschwindigkeit) – freilich ohne großen Erfolg. Ich kann mich nicht richtig konzentrieren, so mit allen Stimmen um mich herum, und wenn dann dazu kommt, dass ich sowieso gerade an einer verzwickten Stelle stecke und sich mein schlechtes Gewissen meldet (denn schließlich werde ich ja nicht dafür bezahlt), dann ist Hopfen und Malz verloren.

Weil die ganze Kopiererei so lange dauerte, bin ich noch dazu zu spät weggekommen, was meinen ganzen Zeitplan durcheinanderbrachte. Bin vom Büchertempel direkt zu Oxfam, konnte die Leute mit viel Geduld überreden, doch alle Bücher zu nehmen, danach zum japanischen Geschäft und dort Reis, Udon-Nudeln und Tofu gekauft. Aber trotz aller Hetze kam ich zu spät zuhause an, um Guradono noch zu sehen, bevor sie zu ihrem Vorbereitungskurs musste – sie war entsprechend verschnupft, als sie wieder zurückkam. Ich kann es ihr ja nicht verdenken, sie ist den ganzen Tag alleine und langweilt sich, aber von dem, was ich verdiene, müssen wir leben und meine Stellung ist überall zu unsicher, da kann ich keinen „9 to 5“-Job machen, auch wenn das schön wäre… so klang jedenfalls ein durchwachsener Tag unangenehm aus…

Richtig, eine Sache war noch, am Vormittag war ich – es gab ja sonst nichts anderes zu tun, als den Bildschirm zu betrachten – kurz an der Universität, um zusammen mit anderen Studenten die neue Professorin für Historische Hilfswissenschaften zu begrüßen. Sie machte einen ganz netten Eindruck, war aber wahrscheinlich deutlich nervöser als wir alle. Unangenehm war nur, dass wir uns reihum vorstellen mussten und ich noch dazu als erster dran war. Mir fiel kaum mehr als mein Name ein, die Studenten, die nach mir kamen, waren da deutlich geschickter… egal, ein Schaden wird mir deswegen wohl kaum entstehen.

Die Kommentare sind ausgeschaltet.