Montag, 31. März, 2008...7:06 Uhr nachmittags

Zurückgelassen…

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Heute habe ich einen ersten Teil der aussortierten Bücher in die Stadt mitgenommen und in der Universität ausgelegt, mit einem Schildchen: zu verschenken… Schön ist das natürlich nicht, der Anblick machte mich auch ganz traurig. Aber, was hilfts? Verkaufen konnte ich diese Bücher nicht und sie direkt wegzuwerfen, dafür waren sie dann doch zu schade. Vielleicht erbarmt sich ein Student und nimmt sie mit. Ich würde mich darüber freuen.

Einen weiteren Teil der Sachen bringe ich morgen zum Oxfam-Laden in München. Vielleicht nimmt man sie mir dort als Spende ab, ich bin da schon sehr gespannt. Ganz sicher ist es ja nicht, sie sind alle gut in Schuß, doch dafür, dass der Laden auf Buchspenden angewiesen sind, haben sie einen ziemlichen Ruf, extrem wählerisch zu sein. Und ich bin ja nun nicht gerade ein Ausbund an Höflichkeit… na ja, man wird es sehen…

Heute wurde ich auch im Büchertempel vereidigt, eine erfreulich unaufdringliche Prozedur. Freilich darf ich nun nichts mehr von dieser Arbeit erzählen, ganz offiziell… aber eine paar kryptische Andeutungen werden schon erlaubt sein…

Immerhin habe ich es heute geschafft, die letzten Lücken meines Tagebuches hier zu schließen, ich denke, ich bin jetzt vorerst wieder vollständig. Auch dies war nicht nötig, aber es gibt mir doch ein gutes Gefühl. Schon seltsam, um wie viel besser man sich fühlt, wenn man selbst Nichtigkeiten niederschreiben kann. Wenn ich eine Geschichte schreibe, oder eine Zeichnung anfertige, dann ist das anders, es ist mehr ein Kampf, edel und schön vielleicht, aber meistens auch zutiefst unbefriedigend, denn selten kommt etwas bei mir so raus, wie ich es geplant hatte. Nichts ist eben schöner und besser als der Gedanke, Worte oder Pinselstriche – zumal, wenn sie von einem Stümper wie mir stammen – können ihn niemals in allen Facetten richtig wiedergeben…

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