Samstag, 8. März, 2008...7:44

Fünf Minuten Ruhm…

Zu den Kommentaren

Wie sagte Andy Warhol einst so salbungsvoll? „In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes.“ 1968 war das. Ich glaueb ja, der gute Mann war noch etwas zu langsam, mehr als fünf Minuten sind sicher nicht drin, wenn man kein Politiker oder Künstler mit guten Medienkontakten ist… aber, welche Freude, selbst für einen Zyniker für mich, wenn man diese fünf Minuten einmal bekommt…

Der Münchner Merkur

Heute kam mit der Post ein unscheinbares Päckchen mit einer Zeitung. Ich hatte es nicht erwartet. Denn zwar hatte ich am Dienstag einen sehr netten Anruf mit einem Journalisten, der so einige Fragen an mich hatte, aber ich hatte schon oft erlebt, daß meine Bitte: Ge, wenn Sie meinen Namen drucken, bekomme ich dann ein Exemplar? spätestens bei der Poststelle des betreffenden Journals unterging…

Wie auch immer, in der Zeitung fand ich dann nach mehrfachen, hastigen Suchen einen Artikel auf Seite drei über den Bären in Geschichte und Gegenwart. Und dort, am unteren Rand, kaum sichtbar, mein Name:

Der Münchner Merkur

Oh, diese Wonne, oh dieser Ruhm! Alle, die den Artikel lesen, haben meinen Namen gelesen, sie alle wissen nun, denn es steht ja schließlich in der Zeitung, daß ich ein toller Hecht bin… ich werde Anerkennung bekommen, Blumen, vielleicht sogar Schokolade… fünf Minuten Ruhm für mich, bis mein Name durch den eines Trainers im Sportteil ausgelöscht wird!

OK, so könnt ihr fragen, wer liest schon den Münchner Merkur? Und wer von diesen Lesern hat die ganze Seite drei gelesen, so genau, daß ihm oder ihr mein Name aufgefallen wäre?

Ach, laßt mir doch meine Träume…

Von der Arbeit heute schweige ich. Es ist sowieso immer dasselbe: Photos durchsehen, kontrollieren, Texte neuschreiben, weil die alten zu schlecht sind, sicher sein, dafür trotzdem Haue zu kriegen… c’est la vie!

Eine Antwort schreiben