Freitag, 7. März, 2008...8:01 Uhr nachmittags
Schrecklich…
Leider habe ich eine Schwachstelle meines Blogs entdeckt: wenn ich zuviele Interna meiner Arbeit ausplaudere, kann ich dafür entlassen werden. Sagt zumindest ein Mitglied der Rechtsabteilung in den “Bayerischen Medien”, meinem Betrieb.
Das ist sehr schade, denn ich hätte soviel zu sagen… heute hatte ich ein Gespräch mit einem, der über mir steht, und ich wurde derart abgekanzelt… nicht einfach nur abgewatscht, sondern verhöhnt und verbal verprügelt… natürlich hätte ich eine MENGE dazu zu sagen gehabt, aber ebenso natürlich habe ich geschwiegen und den Frust danach mit einer Menge Schokolade und Keksen in mich hineingefressen. Denn die machen nur dick, ein falsches Wort macht vielleicht meine Vertragsverlängerung zunichte, macht mich arbeitslos… in meinem Arbeitsfeld gibt es keine Entspannung, kaum freie Stellen… da heißt es schlucken und lächeln…
So etwas ist frustrierend. Obwohl ich in der Woche nur noch drei Tage bei den Bayerischen Medien arbeite, leiste ich Woche für Woche im Durchschnitt 10-15 Überstunden. Beschwere ich mich darüber? Sicher, ohne mich bräche die Abteilung nicht zusammen, aber doch fast… die Mitarbeiter wissen das. Aber die darüber? Sie sehen nur ihre Spielzeuge, ihre Macht, ihren Einfluß. Nur das wollen sie wahren oder ausbauen… ein kleiner Sarariman ist da egal…
Eine Kollegin hat mir geraten, einfach in die innere Emigration zu gehen. Freund Boswell meinte in etwa dasselbe, als er meinte, ich solle mich daran gewöhnen, meinen Stolz an der Pforte abzugeben und erst am Abend wieder abzuholen. Weise Worte… Das Dumme ist nur, daß das gar nicht so einfach ist. Vielleicht liegt es an meinem spanischen Blut oder an meiner schlechten Erziehung. Stolz wie ein Pfau, stolz wie ein Spanier… Träume vom Untergang in Ehren… habe definitiv zu früh das Niebelungenlied gelesen… Alles schmerzt, alles tobt… von einem gelassenen Ich bin ich jedenfalls noch weit entfernt…








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