Jetzt ist es also soweit, seit Freitag kann man ihn überall kaufen… Jonathan Littells französischen Riesenerfolg und Prix Goncourt-Gewinner Die Wohlgesinnten / Les Bienveillantes. Ein stolzer 1400-Seiten-Wälzer ist er geworden und der Preis ist natürlich, wie es sich für große Literatur gehört, mit 36 Euro recht gewichtig…
Natürlich hätte ich den Termin verschlafen, soviel wie ich im Moment um die Ohren habe… aber am Freitagmorgen lief beim Kaffee-schnell-heruntergurgeln (mei, habe ich es heute mit den Gedankenstrichen…) die Wiederholung der Kulturzeit mit einem Beitrag darüber. Eine Zusammenfassung, die mehr oder weniger dem Text des Beitrags entspricht, findet sich hier.
Dort konnte man nur Lob hören. Claude Lanzmann, der ja zuerst sehr skeptisch war, brach ebenso in Lobeshymnen aus wie Klaus Theweleit – gut, das letztere konnte man verstehen, denn wer außer Littell würde schon zugeben, Theweleit gelesen zu haben.. man erfuhr auch, daß die deutsche Startauflage von 120 000 Exemplaren schon zu 90 % vorbestellt sei… der Erfolg wird also wirklich kommen…
Das Lob von 3sat ist eigentlich erstaunlich. Ich weiß zwar, daß die Damen und Herren von Kulturzeit recht spezielle Vorstellungen davon haben, was künstlerisch wertvoll ist und was nicht, aber die entscheidenden Feuilletons hatten doch eine ganz andere Meinung…
Die Zeit etwa hat sich sogar bemüßigt gefühlt, in dieser Woche zwei lange Rezensionen zu veröffentlichen, die beide recht negativ waren, hier und hier nachzulesen. Mir gefällt vor allem die erste der beiden, sie identifiziert Littell als übereifrigen Dilettanten, was wohl stimmt…
Prägnanter, da kürzer und treffender, war diesmal die Süddeutsche Zeitung. Die Identifizierung des Werks als Pornographie scheint recht treffend zu sein…
Na ja, ein wenig habe ich mit dem Gedanken gespielt, mir das Buch zu kaufen und hier im Blog dann Tag für Tag Bodycount und Impressionen niederzuschreiben, aber ich glaube, das ist mir zu teuer und zu dumm… so werde ich zwar nie erfahren, ob all’ die Feuilletonisten Recht haben, oder nicht, aber es ist auch fast egal…
Ansonsten nichts neues bei mir. In der Arbeit gibts weiterhin viel Streß und Überstunden, zuhause ist Guradono immer noch krank…








1 Kommentar
Montag, 24. März, 2008 um 3:26
favorited this one, guy