Montag, 10. Dezember, 2007...8:18

Lebenssplitter…

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Seit einigen Tagen räume ich meinen Arbeitsbereich auf. Ich bin seit fast vier Jahren nicht mehr dazu gekommen, meine Papiere zu sortieren und abzulegen, es war wirklich allerhöchste Eisenbahn… es ist schon interessant, wieviele Dinge nach einigen Jahren unwichtig werden; so habe ich jetzt schon sieben Säcke voll von Papier weggeworfen, die ich jetzt nicht mehr brauche. Es ist auch interessant, was sich alles so aus einem Leben erhalten hat: die ersten Geburtstagskarten, Zeugnisse aus der Grundschule, frühe Gedichte (obwohl es ganz gut wäre, wenn es die nicht mehr gäbe), Zeichnungen, die ich in langweiligen Unterrichtsstunden gemacht habe, Zeitungsartikel, Versicherungspolicen, Buchrechnungen, verfallene Gutscheine, sogar eine leere Süßigkeitenschachtel mit der japanischen Comicfigur Anpanman…

Ich denke in solchen Momenten sehr viel über mein Leben nach: was hätte ich anders machen können oder sollen oder wollen? Was ist gut gelaufen, was schlecht? Einige der Papiere stammen aus Zeitpunkten meines Lebens, auf die ich nicht stolz bin, trotzdem habe ich das Meiste davon behalten. Denn auch das ist Teil eines Lebens, meines Lebens… Wahrscheinlich ist das die alte Archivarskrankheit, soviel ich auch wegwerfe, ich möchte doch den Querschnitt meines Lebens erhalten…

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